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Mittwoch, 3. August 2011

Englandurlaub: Stilsicher aber humorvoll

Falmouth am 3. August

Wer im August nach Cornwall fährt, rechnet mit vielem. Da wären zum Beispiel zugebuchte B&Bs, überfüllte Strände, viele deutsche Rosamunde-Pilcher-Jünger ("Älter" wäre wohl eher angebracht...aber das Wort gibt es ja nicht in dem Zusammenhang. Sollte einmal wer erfinden!) und eine zusätzliche Herausforderungen auf den ohnedies schon etwas zu eng geratenen Straßen.

Erstens kommt es anders...

...und zweitens herrscht Weltuntergangsstimmung. Oder, um es weniger dramatisch zu sagen: Herbstwetter. Würde mir heute jemand in Falmouth erzählen, dass wir den 3. August schreiben, ich würde ihn auslachen. Doch weißt du, wer noch länger lachen würde als ich? Die Nebelsuppe, die sich scheinbar über die ganze Grafschaft gelegt hat und allen Urlaubern in den B&Bs vermitteln will: Ihr Doppler habt einen Urlaub in England gebucht, da ist Regen mit in der Rechnung. Seid ihr wirklich so naiv und denkt, dass ihr in der Hauptsaison schönes Wetter bekommt? Ha - ha - ha.

Britischer Humor

Vielleicht ist ja der britische Sinn für Humor daran schuld, dass ich heute den ganzen Tag mit Links schalten musste (und morgen wahrscheinlich mit einem Muskelkater im linken Schulterbereich herumlaufe-wer braucht diese Muskeln JEMALS???)? Aber so ganz geheuer ist mir unser schicker Vauxhall Astra nicht immer. Und wären da nicht diese zwei...nein was sage ich...dreifach Kreisverkehre, wäre das Autofahren in England ja richtiggehend langweilig, oder nicht?

Donnerstag, 17. Juni 2010

Autos ohne Regeln







Ich weiß nicht, lieber Leser, ob dir das auch schon aufgefallen ist. Aber, falls du einen Führerschein besitzt, ein fahrbares Untergeschoß namens Automobil und zusätzlich vielleicht auch noch ohne Hut die schönen Straßen deines Landes befährst, dann steckst du sicher öfters in der gleichen Situation wie ich. Die mich zur Weißglut bringt. Die mich wütend macht. Für die ich keine Lösung weiß.

Parker

Es gibt Schattenparker und solche, die es noch werden wollen. Aber vor allem gibt es Parkplatzsuchende. Ich weiß nicht, ob du mit Wünschen an das Universum oder dem Buch/Film "The Secret" vertraut bist? Aber wenn du losfährst und weißt, du brauchst genau an dieser ganz speziellen Stelle einen einwandfreien ultraantikriminellen Parkplatz, dann musst du ihn dir schon beim Wegfahren bildhaft vorstellen. (Phantasie vorausgesetzt!) Und voliá: Du wirst ihn finden und mir damit nicht mehr auf die Nerven gehen...

Nervtötend

...denn wenn jemand auf Parkplatzsuche ist, sind auf einmal alle Regeln des Verkehrs ausgeschaltet. Da gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung, Blinken ist ein Fremdwort und auf andere Autofahrer achtet in solchen Situationen sowieso niemand. Stehenbleiben ohne Vorwarnung, 2,75 km/h in einem Gebiet in dem man 50 fahren könnte. Alles kein Problem für Parkplatzsuchende. Vielleicht hab ich's dir jetzt verschissen und dir steigt jetzt auch immer die Grausbirn auf, wenn du Einparkende siehst...aber es musste einfach sein!

Montag, 29. März 2010

Unbewusst zum Kenner geworden




Es gibt Wein-, Welt- und Literaturkenner. So richtig bin ich keiner von den dreien, obwohl das Grundinteresse für gekelterte Feinheiten, kosmopolite Ausflüge und Gedankenjonglieren schon vorhanden ist. Leider fehlt mir oft die Zeit und das Geld für solche Unternehmungen. Wofür ich allerdings sowohl das Geld aufbringen musste als auch die Zeit investierte war in letzter Zeit das Autofahren. Ja, ich habe ein Auto! Und wie es sich oft mit solchen Dingen verhält ist es schon bald ein Jahr her, dass ich mich selbstständig berädert durch die Steiermark bewege, obwohl ich mich - würde mich jemand aufwecken und fragen, ob ich ein Auto habe, sagen würde, dass ich für das Geld einer Autoanschaffung viel lieber einen mehrmonatigen Trip durch Neuseeland machen würde.

Tja...soviel zu: mit den Sachen identifizieren, die man macht + lebt.

Auf jeden Fall hat dieses Auto viele Vorteile und ein paar Nachteile und eine Sache die genau dazwischen liegt. Ich bin nämlich ungewollt zu einem Kenner geworden, zu einem FM4 Kenner. Du kennst das ja: Jugendliche hören FM4 um anders zu sein. Ich hörte Frank Sinatra und Doris Day, war damit zwar auch anders, allerdings konnte ich nicht einmal mit einer Handvoll Gleichaltriger darüber reden und mauserte mich so zum musikalischen Outsider. (Ich hab's überlebt und bin sogar irgendwie stolz darauf!)




Naja. Mein Auto ist zwar ganz nett, aber ich dachte, es sei ein bisserl netter, da es einen ORIGINALEN CD-Wechsler eingebaut hatte. (Juhuuuu!!!) Tja...den habe ich bei der Probefahrt nicht ausgetestet und so bin ich viele viele Monate herumgekurvt und habe dabei Radio gehört.

Dazu muss ich sagen: Ich bin keine Radiohörerin. Überhaupt nicht! Ich liebe den individuellen Musikkonsum und schätze Massenaufoktruyierung von Meinungen, Verkehrsnachrichten, stumpfsinnigen Werbungen und Musikeinheitsbrei überhaupt nicht. Ich habe mich auf FM4, Antenne Steiermark, Ö1 und Radio Soundportal geeinigt, bin aber draufgekommen, dass die FM4 Morning Show am Annehmbarsten ist. Tja, so wurde ich im letzten Jahr zur Kennerin! Du willst wissen, wie ich das beweisen kann? Das ist ganz einfach und lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Soundselection. Vor einem Jahr hörte ich die alte und kannte 1 Lied (in Worten: Ein!) und jetzt -12 Monate später- sind es immerhin alle bis auf 2 (in Worten: Zwei!) Lieder, die mir nicht nur bekannt vorkommen, sondern die ich sogar zum Großteil mitsingen kann.

A Wohnsinn!!!!!!